Dank an den Parkscheinheiligen
Es dauerte natürlich wieder länger. Hätte ich ja eigentlich mit rechnen müssen, aber ich hatte halt nur 1,10 Euro Kleingeld im Portemonnaie gehabt und daher irgendwie gehofft, dass die Parkzeit von einer guten Stunde ausreicht um das volle Wartezimmer und den langwierigen Arzttermin über die Bühne zu bekommen.
Aber wie das Leben so spielt: Als ich aus der Praxis stürme, ist es 11.15 Uhr - 25 Minuten über die Zeit. Und die Politesse steht natürlich gerade genau neben meinem Auto, guckt - und geht weiter. Dabei hatte ich mir im Laufen schon Dieter Nuhrs Spruch zurechtgelegt ("Machen Sie ruhig, ich wäre doch auch Strafzettelschreiber geworden, wenn ich in der Schule versagt hätte.") Aber sie geht tatsächlich weiter. Nun gut, denke ich, dann ist sie vielleicht außer Dienst oder hat einen guten Tag.
Umso besser. Ich steige ins Auto und fahre los. Aber schon nach den ersten Metern flattert ein Zettel hinter meinem Scheibwischer. "Also doch. Diese blöde Kuh", fährt es mir durch den Kopf und ich halte bei nächster Gelegenheit an um den Wisch zu entfernen. Mit außerordentlichem Erstaunen muss ich allerdings festestellen, dass es kein Straf- sondern ein Parkzettel ist, der da hinter meinem Scheibenwischer klemmt.
Irgendein aufmerksamer Mitbürger hat mir seine Restzeit geschenkt oder gar für mich gelöhnt, als er sah, dass meine Parkuhr abgelaufen war. Herzlichen Dank fremder Mensche. You made my day.













