Fragwürdige Frauen-Einkäufe (Teil II) - Die Tupperbanane

Die Banane, bzw. Dessertbanane aka Musa paradisiaca, ist eine faszinierende Frucht: Sie ist schmack- und nahrhaft, süß und gesund, und on top bringt sie die Verpackung gleich mit.
Doch damit nicht genug: Der Zustand dieser Verpackung lässt direkt auf die Beschaffenheit des Innenlebens schließen. Während die Menschen in den Herstellerländer verblüfft sind, dass die Mitteleuropäer sich das längliche Obst am liebsten grün-gelb - also für den südlichen Gaumen völlig unreif - ins Gesicht stecken, muss mancher Europäer fast schon würgen, wenn er an den Verzehr von braunen Bananen denkt. Für den Südamerikaner oder Asiaten dagegen ist dies meist das bevorzugte Speise-Format bei Bananen.
Als guter Mitteleuropäer bevorzuge ich meine Banane eher satt gelb als bräunlich gefleckt.
Das gab ich aber dummerweise nicht als Grund an, als Maria mich frug, warum ich denn die olle braune Banane im Obstkorb gelassen habe und stattdessen die neue, frische als Frühstück mit zur Arbeit genommen habe. "Och, weißt Du, ich hätte ja die alte mitgenommen, aber in meiner Tasche wäre die noch matschiger geworden. Und das hätte dann den ganzen Rest versaut, deswegen habe ich lieber eine frische mitgenommen", log ich. Der wahre Grund ist, dass ich eine nach Gegorenem schmeckende und nach Erbrochenem aussehende Frucht schlicht und einfach unappetitlich finden. Das ahnte natürlich auch Maria und plante meine Entlarvung. Zu diesem Zweck - und zwar ausschließlich zu diesem outenden Zweck - hat die Firma Tupperware ein Produkt auf den Markt gebracht, dessen Überflüssigkeit jeder Beschreibung Hohn spottet: Die Tupperware Bananen-Box.
Ich gebe zu: Ich habe sie ausprobiert - und ja, sie erfüllt ihren Zweck, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich in keiner Welt leben möchte, in der es eine Tupperware-Lösung für matschige Bananen gibt. Daher habe ich eine adäquate Verwendungsmöglichkeit für den Tupperteufel gesucht und auch gefunden: Mit ein wenig Geschicklichkeit passt ein Standard-Prengel Herta-Fleischwurst ebenfalls in den Bananen-Sarg, und so werde ich fortan stets eine gut getarnte Frühstückswurst bei mir führen. Ob ich mir die dann aber Bananen-gleich ins Müsli schnippele, möchte ich eher bezweifeln.
Obwohl ...













