kik: Das nervigste T-Shirt der Welt
In meiner Liste der Werbe-Trickfiguren, die dringend mal tüchtig was auf die Fresse brauchen stand der Spee-Megaperlen-Fuchs eigentlich immer ganz weit vorne. Noch vor dem sackgesichtigen Dentagard-Biber. Bis sich vor einigen Jahren das bräsig quasselnde kik-T-Shirt in meine Augen und Ohren fräste.
Diese blutrote Ausgeburt eines besonders perfiden und ruchlosen Grafikers könnte mir mit seinem dämlichen Haken-Grinsen durchaus den Tag versauen, wenn ich nicht schnell genug an der Fernbedienung wäre. Nur selten habe ich eine Werbefigur gesehen, die genauso unsympathisch ist, wie das Produkt für das sie wirbt. kik hat es geschafft.
Wie ich gerade jetzt darauf komme? Auf WDR5 gab es heute eine Reportage, die ganz nett zusammenfasst, was über den selbsternannten Textil-Diskont eigentlich ja schon seit Jahren kursiert. Weil kik zu Dumpingpreisen in Bangladesh Textilien einkauft, müssen dort Frauen und Kinder zu unwürdigen Bedingungen schuften. Wer sich in irgendeiner Form gewerkschaftlich organisiert, der fliegt. In Bangladesh wie in Deutschland. Ähnliches gilt natürlich nicht nur für kik, sondern auch für Aldi, Lidl und Co. Detaillierte Infos zu den Textilien-Beschaffungspraktiken der unterschiedlichen Unternehmen hat die Kampagne "Saubere Kleidung" zusammengefasst.
Jetzt aber zurück zu erfreulicheren Dingen: Meine Liste der sympathischen Werbe-Trickfiguren führt immer noch Kellogs "Das schaffen wir nie"-Toni an.













