CD-Review: Editors - In this light and on this evening

Mit ihrem Stil irgendwo zwischen Bravery, Killers und Bloc Party hatten die Herren um Tom Smith ja schon immer einen Hang zur wavelastigen Spielart des Indierock, aber mit ihrem neuen Werk "In this light and on this evening" haben sich die Engländer vom Attribut "Rock" absolut verabschiedet. Stattdessen packen sie einen dekorativen Keyboard-Teppich aus den frühren 80-ern aus und klingen so, wie es halt klingt, wenn Leute auf der Tanzfläche nicht mehr als zweieinhalb Schritte vor und zurück latschen sollen und das dann Tanzen nennen.
Klar, Smith hat aus seiner Vorliebe für Ian Curtis und seinen Namensvetter Robert nie einen Hehl gemacht, und ein Ausbund an Lebensfreude waren auch die beiden Vorgänger-Alben nicht, aber dass das Quartett aus Birmingham die Gitarren faktisch in die Ecke stellt und stattdessen auf Staubmäntel, Patchouli und Synthie-Eskapaden setzt, ist dann doch etwas zuviel des Guten.
Warum die erste Single-Auskopplung "Papillon" allenthalben hochgelobt wird, ist mir ein Rätsel. Den Song haben "Deine Lakaien" vor zwanzig Jahren schon besser gespielt. Klang zumindest so ähnlich. Der Rest des Albums ist ähnlich unterirdisch, schwarz und nichtssagend. Der Soundtrack zum Selbstmord einer Band. Fürchterlich.













