CD-Review: Alex Face - Never been alright

Angesichts der verstimmten Klänge, die beim Durchlauf von Alex Face' neuem Album "Never been alright" aus den Boxen scheppern, muss man sich fragen: "Kriegt heute eigentlich jeder einen Plattenvertrag, der sein Instrument einigermaßen gerade halten kann?"
Die vier Schweden, die sich angeblich nach einem Zahnarzt benannt haben, der seine Zulassung verloren haben soll, weil er darauf bestanden hat bei der Behandlung eine Vogelmaske und einen Superhelden-Umhang zu tragen, klingen bei ihrem live eingeschrammelten Zweitwerk enorm schräg. Ob das aus Versehen passiert oder Teil ihrer Reminiszenz an den Rock der 60-er Jahre ist, spielt im Prinzip keine Rolle. Es nervt einfach tierisch.
In schlechten Momenten klingen sie wie eine Libertines-Coverband in den raren guten wie die frühen Rolling Stones, aber eins haben alle Songs gemeinsam: Die Band ist offensichtlich überzeugt davon, dass ein einziges Vier- bis Fünf-Akkorde-Riff pro Song absolut ausreicht und reiten unablässig auf den immer gleichen Tonfolgen herum bis der Arzt kommt. Der Zahnarzt. Mit der Vogelmaske. Und dem Umhang. Als Betäubung hat er eine CD dabei. Ratet mal welche.
Und dann wird es dunkel.













