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Neue Webseite für Büttner & Oehm Bürosysteme

Büttner & Oehm Webseite

Das in Hagen ansäßige Unternehmen Büttner & Oehm Bürosysteme GmbH hat jetzt seine neue Webseite veröffentlicht. Die Firma besteht bereits seit 1992 und hat sich auf den Vetrieb und Servicedienstleistungen für Drucker, Kopierer, Faxgeräte und Multifunktionsgeräte spezialisiert. Darüber hinaus bietet Büttner & Oehm Beamer und Projektoren sowie Büromöbel wie Stühle, Schränke und Schreibtische an.

Für sämtliche Produkte bietet das Unternehmen auch umfangreiche Servicedienstleistungen und Verbrauchsmaterialien an. Neben ausführlichen Produktinformationen und der Vorstellung des freundlichen Teams stellt die neue Webseite des Hagener Spezialisten auch aktuelle Neuigkeiten und Angebote zur Verfügung.

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Besuch vom Warumwicht

Das Lustige an Kindern ist, dass sie keine Ahnung von Ironie haben und auch sonst so ziemlich alles glauben, was man ihnen erzählt – Weihnachtsmann, Osterhase, Schnullerfee – die Köttel hinterfragen einfach nichts. Warum auch – wenn Mama und Papa das sagen, wird es schon stimmen.

Das in jeder ausweglosen Situation auszunutzen ist zwar verlockend, aber fatal. Unser Sohn Jacob ist ja an dieser Stelle schon des Öfteren zu Wort gekommen. Aktuell neigt er dazu, auf alles, auf wirklich alles, erst mal mit „Warum?“ zu antworten. Eltern kennen das. „Warum muss ich ins Bett?“ – „Weil es spät ist.“ – „Warum ist es spät?“ – „Weil es schon dunkel ist.“ – „Warum ist es schon dunkel?“ – „Weil die Sonne untergegangen ist.“ – „Warum ist die Sonne untergegangen?“ – „Weil der Mond aufgegangen ist.“ – „Warum ist der Mond aufgegangen?“ – „Weil die Erde sich dreht.“ – „Warum dreht sich die Erde?“ – „Weil, weil, weil, – weil es im Weltall keine Reibung gibt, oder so.“ – „Warum gibt es im Wetla, im Waltel, im ... da ... keine Reben, keine Rung, keine ... das?“ „Ach man, Jacob, wenn man zu viele Fragen stellt, kommt der Warumwicht und klaut einem nachts das Kopfkissen.“ - „Ja?“ – „Ja!“ – Da Jacob sein Kopfkissen durchaus heilig ist, hatte ich erstmal Ruhe, aber pädagogisch natürlich alles falsch gemacht.

Die Quittung bekam ich wenige Tage später als ich meine kleine Notlüge schon längst wieder vergessen hatte. Um den Zwerg während der Rückfahrt nach einem Tag bei Oma und Opa wachzuhalten, auf dass er erst zuhause einschlafe, versuchte ich mich in Kinderkonversation: „Und, war es gut bei Oma?“ - „Ja.“ – „Was habt ihr gemacht?“ – „Spielen.“ – „Und was gab es zum Mittagessen?“ – „Nudeln“ – „War lecker?“ – „Ja.“ - „Wart ihr auch auf dem Spielplatz?“ – „Ja. Papa? Hast Du ein Kopfkissen?“ – „Ähm ... ja, warum?“ – „Schon gut.“

Mein Kopfkissen habe ich dann nach langer Suche in Jacobs Kleiderschrank wiedergefunden ...

Dieser Text wurde im Original für den Blickpunkt Balve verfasst.

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Jacobs erste Geschichte

Wahres Talent zeigt sich schon im Kleinkindalter, und Jacob offenbarte uns jetzt welches seins ist: Geschichtenerzähler. Obwohl sein Vokabular mit "überschaubar" noch nett umschrieben ist, nutzt er die Macht des gesprochenen Wortes schon im zarten Alter von 19 Monaten mit einer fesselnden Intensität.

Im Bodensee-Urlaub präsentierte uns der Sohn jetzt exklusiv ein Frühwerk, das erahnen lässt: Eine Karriere als Dramatiker ist unausweichlich. Mit ihrer erschütternden Offenheit und geradezu atavistischer Einfachheit kompensiert diese Erzählung gekonnt den Mangel an Wortreichtum und Länge. Das narrative Element wird auf den Kern reduziert und führt dem Zuhörer gerade dadurch die Vergänglichkeit der Natur und den Kreislauf des Lebens mit schockierender Selbstverständlichkeit vor Augen. Hier ist sie also nun: Die erste Geschichte, die Jacob den stolzen Eltern kredenzte, als er aufgeregt von seiner Entdeckungstour aus dem Garten zurückkam:

Miau Piep-Piep hamm.
Piep-Piep aua.
Piep-Piep alle.


PS: Wer es wirklich nicht verstanden haben sollte, was Jacob da beobachtet hat, dem übersetze ich es gerne.

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Dialog zwischen Vater und Sohn

Jacob und Frosch

Kurz vor dem sonst stets scheiternden Zu-Bett-Geh-Ritual packt Jacob seinen Erziehungsberechtigten am Zeigefinger und zerrt ihn freiwillig Richtung Wickeltisch. Der Grund für diese ungewöhnliche Maßnahme offenbart sich relativ umgehend und ist vor allem olfaktorischer Natur. Jacob hat - wie wir es gelegentlich nennen - einen "Stinker" in der Hose und der scheint so penetrant zu sein, dass der Filius ihn freiwillig entfernt haben will.

Da die Stinkerbeauftragte nicht greifbar ist, muss ich das selbst in die Hand nehmen, bin aber schon nach dem Öffnen von Jacobs Hose gezwungen erste Würgreize zu unterdrücken. Wie kann so ein netter Zwerg so einen bestialischen Gestank erzeugen? "Was hast Du da bloß drin?", frag ich mehr oder weniger rhetorisch. Jacobs freudestrahlende Antwort lautet: "A-A." Achwas ...

Aus Pietätsgründen spare ich mir die Beschreibung des Windelinhalts, müsste aber diverse Superlative überstrapazieren und wünsche mir dringend längere Arme.

Vater: "Gott! Was hast Du gegessen?"
Jacob: "Mia!"

(Anm. d. Verf.: Mia ist die Tochter eines gewissen Till, der garantiert weiter unten seinen Kommentar hierzu abgeben wird.)

Vater: "Kein Wunder dass das so stinkt. Und wie hat Mia geschmeckt?"
Jacob: "Hmmmmm. Mia."
Vater: "Lass das den Till nicht hören, dass Du die lecker findest. Das gibt nur Stress ..."
Jacob: "Papi?! Bu!"
Vater: "Jaja, ich mach hier erstmal sauber und dann können wir noch ein Buch angucken. Außerdem hast Du Deine Milch noch gar nicht gekriegt."
Jacob: "Mi!"
Vater: "Ja, Du kriegst die Milch gleich."

Jacob dreht seine Beine immer dann, wenn der Klebestreifen der neuen Windel gerade perfekten Halt haben könnte über die Arme des Windelsklaven, so dass alle Arbeit umsonst war.

Vater: "Jetzt nerv nicht. Ich krieg die Windel nicht zu, wenn Du die ganze Zeit so einen Tanz mit deinen Beinen machst."
Jacob: "Mi!"
Jacob: "Mi!"
Jacob: "Mia!"
Jacob: "Mi!"
Jacob: "Miiiiiii!"
Vater: "Grrrr!"
Jacob: "Grrrr!"

Schweigen.

Jacob: "Mi!"

Irgendwie gelingt es mir, die Windel einigermaßen akzeptabel zu montieren, Jacob seine Mi(lch) warm zu machen, und nach deren Verzehr schaffe ich es sogar, die Zahnbürste in die Nähe seiner vier Zähne zu manövrieren. Während wir im Anschluss ein Bu(ch) angucken, werden Jacobs Augen sichtbar schwerer und er merkt an: "Papa!?! Mü!" - Das lustige Silbenraten bringt mich zur Annahme, dass er müde ist, und ich lege ihn ins Bett. Falsch. Das Kind brüllt.

Vater: "Was ist denn? Willst Du noch was trinken?"
Kopfschütteln.
Vater: "Du bist doch müde ..."
Nicken.
Vater: "Hm. Mal sehen ... Dein Eisbär ist da, dein Frosch ist da, deine Schnuller hast Du, deine Spieluhr habe ich aufgezogen ... Was ist denn los?"
Schnüffeln.
Vater: "Riecht was? Hast Du schon wieder einen Stinker gemacht?"
Kopfschütteln. Schnüffeln.

Vater: "Ich komm' nicht drauf."
Schnüffeln.
Vater: "Schnuller eins. Schnuller zwei. Eisbär. Frosch. Spieluhr. Aaaah , ich hab's. Hasen schnüffeln. Dein Hase fehlt noch!"
Erleichtertes Nicken.

Minuten später schläft Jacob selig. Der Vater sinkt erschöpft in die Couchkissen und ist froh, dass er am nächsten Tag wieder zur Arbeit fahren darf.

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Bilanz: Ein Jahr Vater

Jacob ... reift zum Schelm

Nachdem der große Wurf jetzt ein gutes Jahr her ist, wird es Zeit Bilanz zu ziehen. Herrje, was für ein Jahr — anfangs hat man dem kleinen Wurm ja noch alles verziehen. Anschreien, Anpinkeln, Ankotzen, Schlafentzug, Nahrungswunsch zu lächerlichen Uhrzeiten — egal, er konnte sich einfach alles leisten. Er war schließlich frisch geschlüpft und wusste nichts von der Welt.

Mittlerweile füllt sich die Festplatte des Filius zwar rapide, aber mit — wie mir scheint — leider völlig unnützem Zeug. Während es zum Beispiel auf dem Gebiet des Ein-, Durch- und Ausschlafens immer noch eklatante Mängel gibt, hat er in der Disziplin des CD-Regal-Ausräumens fantastische Fortschritte gemacht. Ein Feld dessen Entwicklung mir im Kleinkindalter nicht unbedingt vorrangig erscheint. Ich weiß auch nicht, was sich die Natur bei sowas denkt ...

Jacob und der Tupperschrank Mittlerweile gilt das Entrümplungsinteresse aber vermehrt dem Tupperschrank in der Küche (ja, wir haben einen Tupperschrank — nein, das ist nicht meine Schuld), und ich muss mir leider schon jetzt eingestehen: Unsere Hebamme Heide Heidi hatte Recht. Die weise Frau sagte schon als Jacob noch umbaucht war voraus: Es wird ein Rabauke.

Aber jetzt erstmal zum scheinbar Wichtigsten: Die meistgestellte Frage ist nämlich zurzeit "Läuftaschonsprichtaschon?" Die Antwort lautet Jein, denn während das Laufen schon einigermaßen gut klappt — dazu später — hält sich die sprachliche Entwicklung in Grenzen. Anfangs hatten wir uns große Hoffnungen gemacht, denn schon mit sieben, acht Monaten entfleuchte Jacob sein erstes Wort. Nicht "Mama", nicht "Papa", nein "Jacob" hat der kleine Egoist zuerst gesagt. Mittlerweile hat er das aber wieder vergessen und sagt stattdessen mit Vorliebe "Da!". Hier eine kleine Auswahl des derzeitigen Wortschatzbestandes:

  • Mama -> Mutter
  • Papa -> Vater
  • Amam -> Schnuller
  • Mam -> Schnuller
  • Mamam -> Schnuller
  • Nam -> Potentiell essbar, aber ich komme nicht dran
  • Bababe -> Banane
  • Babfel -> Rundes Obst
  • Ball -> Rundes Spielzeug
  • Babb'n -> Smalltalk-Geplänkel
  • Da! -> Ich habe was gesehen und will dahin. Sofort.
  • Ga! -> Siehe "Da!", aber mit Schnuller im Mund.

Das Laufen funktioniert wie erwähnt besser. Er bewegt sich zwar etwa so wie sein Vater nach der siebten Flasche "Fiege Gründer" und fällt auch entsprechend oft um, aber er kommt voran. Elterliche Hilfe lehnt er dabei in letzter Zeit immer öfter strikt ab. Aber bis aus dem glitschigen Wurm vom 7. Dezember 2007 ein torkelndes Kleinkind werden konnte, waren einige Zwischenschritte notwendig. Einer der wichtigsten war mit der Nachricht "Er kann sitzen" verbunden. Denn wer eigenständig sitzen kann, muss beim Essen nicht mehr auf fremden Schößen rumlungern. Allerdings bedarf es hierfür eines kindgerechtes Sitzmöbels. Da wir nur das Beste für den Thronfolger wollen, beschlossen wir, den "Mercedes unter den Kinderstühlen" zu kaufen. Wie das bei Mercedessen aller Art so üblich ist, kosten sie viel zuviel Geld, weswegen wir den unsrigen im Internet bestellen wollten. Aber da könnte ja jeder kommen. Einfach einen Stuhl kaufen — das geht nun wirklich nicht. Schließlich geht es hier nicht um so etwas Banales wie eine Schusswaffe oder ein psychoaktives Medikament — nein, wer einen Kinderstuhl kaufen will, der muss eine Prüfung ablegen. Kein Scherz.

Jacob und das kleine rote Auto Aber nicht nur der Kauf eines Kinderstuhls erfordert Nerven bis zur Selbstaufgabe, wer jemals versucht hat, die Reifen eines Bobby-Cars zu wechseln, weiß wovon ich rede. "Warum würde man die auch wechseln wollen, einen Platten können sie ja kaum bekommen", fragen sich jetzt einige naive Kinderlose. Die Sache ist ganz einfach: Die Herstellerfirma "BIG" verdient mit ihrem roten Kunststoff-Boliden scheinbar nicht genug Geld und hat daher neben einigen vollkommen bekloppten Add-Ons wie Armaturenbrett mit sound-echtem Zündschloss und Navigationsgerät fürs Kinderzimmer auch die weise Erfindung von Flüsterrädern ins Sortiment genommen. Für die Einwohner einer Holzfußboden-Wohnung und ihre Nachbarn eine absolute Ohren-Wohltat, aber um dies Flüsterbereifung zu montieren muss erst die alte ab. Die Demontage-Anleitung empfiehlt, eine Metallhülse auf die Nabe des Rades zu halten und dann mit einem großen Hammer drauf zu kloppen. Obwohl mir das etwa so logisch erschien, als ob man bei einem echten Radwechsel erst ein paar mal mit einem Buttermesser auf die Reifen einsticht und dann wütend mit den Armen wedelt, probierte ich es. Der Erfolg war erwartungsgemäß gering. Nach einigen weiteren Versuchen mit allerhand Hebelwerkzeug gaben wir auf und entschlossen, die tükischen Räder Jacobs Tüftel-Opa zu übergeben. Der schaffte es schließlich, aber er verfügt auch über Werkzeug mit dem man Bäume entwurzeln und nach Öl bohren kann.

Eigentlich war ich ja beim Laufen: Die Kombination der neuen Mobilität mit dem ungezügelten Entrümplungsinteresse des Filius sorgt für einige Überraschungen. Während es ja noch ganz lustig ist, eine Plastik-Kuh im erwähnten Tupperschrank abzustellen, oder einen Lego-Stein in Vaters Schuhe zu stecken, überstrapaziert es den Humor der Erziehungsberechtigten doch etwas, wenn eine Ladung Cleanex-Tücher unter der Kochwäsche versteckt wird. Falls von mir also demnächst an dieser Stelle einige Tage nichts zu lesen sein sollte, dann ist vermutlich meine Tastatur in der Waschmaschine ...

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Tschüss Bruce!

Kater Bruce

Wir haben unzählige Fernsehabende zusammen mit Chips und Bier auf dem Sofa verbracht. Und so manches Mal haben wir nicht nur Tisch, sondern auch Bett geteilt. Jetzt bist Du einfach gegangen. Sicher, es hatte sich angedeutet, und obwohl wir uns in letzter Zeit nicht mehr oft gesehen haben werde ich Dich sehr vermissen, alter Junge.

Mit Bruce ist nicht einfach nur ein sehr sympathischer Kater in den Aufzug gestiegen, sondern ein Lebensabschnitt der irgendwo zwischen unbeschwert und leichtsinnig einzuordnen war. Ziemlich fix nach dem Abi hatten Sonja und Konstantin eine Wohngemeinschaft gegründet. Diese WG war unsere Zentrale der Dekadenz. Irgendjemand war immer da. Irgendjemand hatte immer einen Grund zum Feiern und zum Trinken, und wenn es gerade mal keinen Grund gab, dann war genau das der Grund. Und mittendrin waren immer der frisch geschlüpfte WG-Kater Bruce (benannt nach Willis) und seine Schwester Pamela (Anderson). Mit stoischer Gelassenheit ließen sie sich das seltsame Treiben der merkwürdigen Menschen gefallen, genossen den permanenten Trubel und machten das, was Katzen so sympathisch macht: Unfug. Einiges davon war sogar so spaßig, dass es in der Zeitung veröffentlicht wurde. Natürlich nur, weil Konstanin und ich uns damals einen Redaktionsschreibtisch teilten. Das was ich noch gefunden habe - leider nicht viel - gibt es in der Galerie zu lesen.

Mach es gut, alter Freund, und grüß' mir die Miezen da oben.

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Mein neues Lieblingszitat

Dann und wann wünschen meine Kunden sich, dass wir ihre Werke mit mehr oder weniger sinnvollen Zitaten, Aphorismen und Sinnsprüchen versehen. Mal abgesehen davon, dass es urheberrechtlich mehr als bedenklich ist, ist diese Idee natürlich mächtig abgegriffen.

Wie dem auch sei: Bei meiner heutigen Recherche für einen solchen Kunden bin ich auf ein Zitat gestoßen, das ich von nun an zu meinem neuen Lieblingszitat erklären werde. Es löst damit Tucholskys "Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem, zu essen und zu trinken, zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören." ab, stammt von Curt Goetz und lautet:

Wer in einem gewissen Alter nicht merkt, daß er hauptsächlich von Idioten umgeben ist, merkt es aus einem gewissen Grunde nicht.

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Errö! Oggl! Ähbrwrwrwrwrwwww!

Errö! Oggl! Ähbwrwrwwrwrwrw!

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Die Leiden der jungen Väter

... in Liesborn.

Zwei Monate nach seiner Geburt finde ich dann doch die Zeit und die Muße, ein paar Worte über meinen Sohn zu Papier bzw. zu Monitor zu bringen. "Über meinen Sohn ..." wie das schon klingt. Muss ich mich erstmal dran gewöhnen.

Die schmerzhaften Details aus dem Kreißsaal will ich aus gebotener Rücksicht mal verschweigen. Nur soviel - liebe Mitväter, geehrte Mütter - wenn ich noch einmal irgendwo esotherisch verschwurbelte Sätze vom "total schönen Erlebnis, das mich zu einem anderen Menschen gemacht hat" lesen oder hören muss, dann werde ich mein Schweigen brechen. Und es wird furchtbar werden. Versprochen.

Im Gegensatz zum Akt der Geburt war die Geburtsumgebung übrigens äußert angenehm. Das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke kann ich daher nur wärmstens empfehlen.

Nach mehreren Wochen, in denen mein Wissen um Details erweitert wurde, die ich eigentlich nie erfahren wollte ("Kinderkacke kann auch mal grün und schaumig sein, das ist nicht schlimm"), sind wir jetzt zu einem einigermaßen passablen Team geworden, mein Sohn und ich. Schreit er, gibt es diverse Lösungsansätze:

  1. Lass ihn in Ruhe. (Hilft fast nie)

  2. Bring ihn zum Rülpsen, aber pass auf, dass er Dir nicht auf die Kleidung spuckt. (Hilft nur innerhalb der ersten halben Stunde nach seiner Mahlzeit)

  3. Such ihm eine Brust
    • und zwar möglichst die seiner Mutter
    • und zwar möglichst die, die er vorher nicht bekommen hat.
    • und zwar nur alle drei bis vier Stunden, sonst wird die Brustinhaberin ungehalten.
  4. Nimm ihn auf den Arm. Das hilft am besten. Allerdings gibt es auch Schrei-Varianten, bei denen das einfache "Auf-den-Arm-nehmen" rein gar nichts bringt, es sei denn man läuft währenddessen durch die Wohnung. Dieser Wunsch des Kindes kollidiert aber des öfteren mit dem Wunsch des Vaters zum Beispiel fernzusehen oder Zeitung zu lesen. Also simuliert der Vater das "Durch-die-Wohnung-laufen" mit Hilfe eines großen, grünen Gummiballs, auf dem er sitzenden rumwippt. Doch seit die Sehschärfe des Balgs zunimmt, kapiert es, dass es auf den Arm genommen wird (daher die Floskel) und schreit umso erbärmlicher. (Hat jemanden einen tragbaren Fernseher für mich?)

  5. Leg ihn unter knallbuntes und geräuschhaltiges Spielzeug. Das wirkt nur selten, aber wenn, dann erzeugt es faszinierende Geräusche beim Kind ("Oggl", "Errö").

Während also das Kind an sich - zumindest bis jetzt - durchaus umgänglich ist, spielt das Umfeld komplett verrückt. Verwandte und Bekannte sind schier aus dem Häuschen, freuen sich über jedes zahnlose Lachen und verschenken halbe Kuschelzoos. Das ist der sympathische Teil des verrückten Umfelds.
Das Peinigendste aber sind Menschen, die einen urplötzlich und ohne erkennbaren Grund einfach so ansprechen: "Och, der ist aber noch klein." Ja sicher ist der noch klein, der ist ja auch gerade erst geschlüpft, wäre er größer, wäre Maria vermutlich explodiert.

Gestern beim Einkaufen sprach uns tatsächlich ein Mann fortgeschrittenen Alters an und erzählte, er habe auch zwei Töchter. Eine sei 23, die andere 27. "Aha." Ich will sowas nicht wissen. Wieso gilt das Datenschutzgesetz eigentlich nicht in beide Richtungen. Diese Auskunftsfreudigkeit - nur weil ich Kind spazieren fahre? Man stelle sich einmal vor, ich würde auf einem Parkplatz wildfremde Neuwagen-Besitzer mit folgender Information versorgen: "Tolles Auto haben Sie da. Ich hatte vor fünfzehn Jahren mal einen Golf II." Man würde vermutlich - völlig zu Recht - umgehend für meine Unterbringung in behüteter Umgebung sorgen.

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Alter Schwede ... Neues von der Vaterfront

Marias Bauch, 8. Monat

Von den Tücken, die in den ersten Schwangerschaftsmonaten auf werdende Väter warten, berichtete ich ja bereits ausführlich.

Doch sollte all das nur ein müdes Vorgeplänkel sein für die nun folgenden Wochen. Unsere nette und kompetente aber leicht verwirrte Kursleiterin Hebamme Heidi verabschiedete die werdenden Eltern am letzten Geburtsvorbereitungsabend mit der Vorführung einer cineastisch aufbereiteten Hausgeburt aus den Niederlanden. Man sah alles. A-L-L-E-S! Erwähnte ich, dass Heidi dazu Spritzgebäck reichte? Mein Appetit hatte Lücken. Und die Lust das soeben am TV gesehene in Bälde live erleben zu dürfen wich auch merklich. Aber dafür war es nun definitiv zu spät. Marias Bauch hatte schon Arme und Beine und zeigte sie uns auch immer öfter.

Es würde daher schleunigst Zeit für die Ausstattung des Kindes zu sorgen, mahnte die werdende Mutter. Viel konnte das ja nicht sein - für so einen kleinen Wurm. Ich nahm mir also einen Nachmittag frei und hoffte, damit sei die Sache vom Tisch. Von wegen ... An diesem Nachmittag schafften wir es gerade mal, einen Kinderwagen zu kaufen. Ich habe noch mit keinem Autokauf so viel Zeit verbracht, wie beim Erwerb dieses Baby-Gefährts. Und ich habe auch schon Autos gefahren, die deutlich günstiger waren, als die Modelle, die uns die freundliche aber hoffnungslos inkompetente Verkäuferin an diesem Tag vorführte.

Wir schoben Probe und verglichen Farben. Testeten die Griffhöhe und sogar die Joggingtauglichkeit. Nur die schnöde Tatsache, ob er überhaupt ins Auto passen würde, die prüften wir erst zuletzt. Was fatal war, denn er passte natürlich nicht. Und so passierte, was mir noch nie passiert war: Ich kaufte ein schwedisches Fahrzeug. Für meinen Sohn. Hoffentlich prägt das nicht und er will später einen Volvo haben.

So, damit war aber gerade mal ein Häkchen auf einer langen, langen Liste gemacht. Während meine inzwischen relativ abgerundete Freundin dankenswerterweise alleine für den Einkauf von allerlei Höschen, Pullöverchen und anderen -chens sorgte und auch kiloweise Tücher herbeischaffte ("Wofür sind die?" - "Wenn er dir über die Schulter kotzt"), musste ich wieder ran, als es um die Wickelkommode ging. Die besorgten wir passend zu unserem Kinderwagen in einem schwedischen Möbelhaus.

Auswahl, Kauf und Abtransport waren überraschend problemlos, was ich allerdings vom Aufbau nicht behaupten kann. Der größte Teil des Möbels stand bereits, als wir eines Aufklebers gewahr wurden, der auf einem Brett angebracht war, das den gut sichtbaren Abschluss der Kommode bilden sollte. Auf dem Aufkleber stand in geschätzten 40 Sprachen, dass man das Kind nicht unbeaufsichtigt auf der Kommode liegen lassen solle, weil es sonst runterfallen könne. Der fürsorgliche Sticker hatte nur ein gravierendes Manko: Man konnte ihn selbst unter Anwendung roher Gewalt und auch mit ätzenden Tinkturen nicht entfernen.

Auf hartnäckiges Nachfragen beim Hersteller beschied man uns, dass es auch gar nicht vorgesehen sei, dass man diesen Aufkleber entfernt. Er solle bleiben wo er ist, damit auch wirklich nichts passiert. Jetzt weiß ich ja ehrlich gesagt nicht, wie dämlich der durchschnittliche Schwede so ist. Aber dass die Nordmänner schon auf amerikanisches Mikrowellen-Pudel-Niveau gesunken sind, war mir komplett neu. Mit einem Zeitaufwand von drei Stunden und unter Verlust von acht Fingernägeln schaffte Maria schließlich die Entfernung des Aufkleber doch noch, und wir entschieden uns spontan, dem Köttel entgegen unserer bisherigen Planungen nun doch keinen schwedischen Namen zu geben.
Das wäre einfach zu viel des Guten.

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